Solopreneurship

Was ist ein Solopreneur und warum solltest du selber einer werden?

Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren einen neuen Unternehmertypus entstehen lassen: den Solopreneur. Einzelunternehmer, die dank des Internets, sechs bis siebenstellige Umsätze erzielen. Hier erfährst du mehr dazu.

Was ist ein Solopreneur?

Die Digitalisierung hat die Möglichkeiten, Geld zu verdienen, revolutioniert.

Das Internet erlaubt uns jeden Tag mit Milliarden Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren. Das Internet kennt auch keine Öffnungszeiten. Wir können dort 24 Stunden am unsere digitalen Produkte anbieten und so Geld verdienen. 

Digitale Tools helfen uns dabei. Mit ihnen können wir Prozesse automatisieren und so effizienter arbeiten. Das spart viel Zeit und auch Manpower. 

Digitale Tools und Produkte ermöglichen es auch Einzelpersonen sechs- bis siebenstellige Umsätze pro Jahr zu generieren.

Und dabei trotzdem eine gutes, ausgeglichenes Leben zu leben.

Diese Möglichkeiten haben einen neuen Unternehmertypus entstehen lassen: den Solopreneur. 

Bekannte Solopreneure

Justin Welsh macht als Solopreneur mit diversen Einkommensstreams mittlerweile über $3M Revenue. 

Easlo ist erst 20 Jahre alt und verdient mit dem Verkauf von Notion Templates über 100.000 Dollar im Jahr.

Pieter Levels, der Gründer von u.a. Nomad List, verdient fast $2.7M pro Jahr ohne auch nur einen Angestellten zu haben und bereist währenddessen noch dazu die ganz Welt.

Erfolgreiche Solopreneure zeichnet aus, dass sie für sich Geschäftsmodelle gefunden haben, die sich einerseits alleine verwirklichen lassen, die andererseits aber auch, dank der Kraft des Internets, enormes Potenzial aufweisen. 

Sie verfolgen digitale Geschäftsmodelle.

Sie verkaufen nicht ihre Arbeitszeit für Geld, sondern entwickeln digitale Produkte und Lösungen, die sie mit Hilfe von digitalen Tools verkaufen. 

Was ist ein Solopreneur? 

Das Wort Solopreneur setzt sich aus den Worten Solo und Entrepreneur zusammen. Ein Solopreneur ist jemand, der ein Unternehmen ganz alleine führt. Und zwar nicht weil er sich keine Mitarbeiter*innen leisten kann, sondern ganz bewusst.

Solopreneure setzen dazu auf digitale Geschäftsmodelle, die es ihnen ermöglichen, auch ohne Mitarbeiter*innen hohe Umsätze zu machen.

Möglich ist dies dank: 

  • digitaler Tools, die es ermöglichen Prozesse zu automatisieren

  • digitaler Produkte, die hohe Margen aufweisen

Solopreneur vs. Entrepeneur

Im Gegensatz zum Entrepreneur entscheidet sich der Solopreneur bewusst dafür sein Business alleine, das heißt ohne Partner*innen oder Mitarbeiter*innen aufzubauen.
 
Solopreneure möchten sich nicht organisatorischen Sachen beschäftigen und ihre Angestellten managen. Sie kümmern sich lieber um den Kern ihres Business. 

Das Ziel ist es nicht, ein möglichst großes Unternehmen mit vielen Mitarbeiter*innen aufzubauen. 

Solopreneure wählen ihre Business Modelle von Anfang an so, dass sie sich alleine umsetzen lassen. Statt Mitarbeiter*innen setzen sie auf digitale Tools und automatisieren wiederkehrende Prozesse. 

Solopreneur vs. Freelancer 

Auch das Business Modell des Freelancers entscheidet sich von dem  des Solopreneurs. 

Der Freelancer verkauft Zeit für Geld. Mehr Gewinn kann er also dadurch generieren, indem er seine Preise erhöht oder mehr Stunden arbeitet. Der Solopreneur versucht hingegen Zeit von Umsatz zu entkoppeln, indem er digitale Produkte entwickelt, die unendlich oft verkauft werden können. Das Business Modells der Solopreneurs ist also skalierbar.

Der Solopreneuer arbeitet nicht an fremden Projekten sondern entwickelt seine eigenen Produkte und Services.

Natürlich überschneiden sich diese beiden Geschäftsmodelle immer wieder. Viele Freelancer nutzen ihre Skills und ihr Know-how, um damit früher oder später digitale Produkte zu entwickeln und so ein zweites Standbein aufzubauen. 

Solopreneuer vs. Coach

Auch das Business Modell des Coachs unterscheidet sich von einem Solopreneur. Aber es gibt viele Solopreneure, die als Coach gestartet haben.

Coaches verkaufen ihre Zeit 1:1 an Kunden und helfen ihnen bei der Lösung ihrer Probleme. Ein Coach kann aber auch ein digitales Produkt für die Lösung dieses Problems anbieten, einen Videokurs zum Beispiel. 

Diesen Videokurs kann er nun vielfach verkaufen ohne weitere Arbeitszeit dafür aufzuwenden. Er entkoppelt seine Arbeitszeit von seinem Gewinn. 

Damit wird er zum Solopreneur. 

Wie du siehst, gibt es viele Überschneidungen zwischen den Begriffen und letztendlich bleibt es auch dir selbst überlassen, wie du dich bezeichnen möchtest.

Lifestyle Business

Das Ziel der meisten Solopreneure ist es nicht, 60 Stunden in der Woche arbeiten.
 
Sie wollen vielmehr ein Business aufbauen, dass es ihnen erlaubt, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es gerne möchten. Sie gestalten ihre Arbeit also so, dass ihnen genug Zeit zum Leben bleibt und nicht andersrum. 

Sie arbeiten an einem sogenannten Lifestyle-Business. Ein Business, dass ihnen erlaubt ihr Leben so zu leben, wie sie es gerne möchten.

Wie das genau ausschauen soll, kannst du selber definieren. 

Manche Solopreneure werden digitale Nomaden und arbeiten, wo andere Urlaub machen. Andere Solopreneure gestalten ihre Arbeitszeiten, so dass sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können. 

Wichtig ist, dass du weißt, was du möchtest und dann versuchst dein Business um dein Leben herum aufzubauen. 

Passives Einkommen

Ziel vieler Solopreneure ist es sogenanntes passives Einkommen zu generieren. 

Passives Einkommen ist Geld, dass du verdienst, obwohl du gerade gar nicht arbeitest.

In Wirklichkeit trifft es die Bezeichnung verzögertes Einkommen aber besser. Um passives Einkommen zu generieren, musst du initial nämlich viel Arbeit investieren, indem du zum Beispiel einen Online-Kurs produzierst oder Content für deine Website erstellst.. 

Sobald du deinen Online Kurs erstellt hast, kannst du ihn aber unendlich oft verkaufen, selbst wenn du gerade schläfst.

Geschäftsmodelle von Solopreneuren 

Geschäftsmodelle von Solopreneuren sind: 

  • digital

  • skalierbar

  • automatisierbar

Hier findest du ein paar Beispiele dafür:

  • Digitale Produkte

    Digitale Produkte, wie Online Kurse, E-Books oder Templates sind ein klassisches Business Modell von Solopreneuren.

    Justin Welsh verkauft zum Beispiel einen Online-Kurs für LinkedIn Marketing.

  • Abomodelle

    Abomodelle haben den Vorteil, dass du damit ein wiederkehrendes Einkommen generierst und sind somit die ideale Ergänzung zu digitalen Produkten, die du einmalig verkaufst.

  • Affiliate

    Als Affiliate bekommst du Geld für die Empfehlung von Produkten oder Services. Du bekommst dazu einen speziellen Link zu dem Produkt, das du empfehlen möchtest. Wenn jemand auf diesen Link klickt und das Produkt kauft, bekommst du eine Provision.

  • Ads

    Wenn du eine gut besuchte Website hast, dann kannst du diese für Werbung freischalten und so Geld verdienen. 

  • Sponsorship

    Ebenso kannst du dir einen Sponsor suchen, wenn du ein Newsletter hast, der von genügend Menschen gelesen wird.

  • Paid Content

    Plattformen, wie Substack ermöglichen es dir als Content Creator direkt mit deinem Content Geld zu verdienen.

Was ist wichtig als Solopreneur? 

Um ein erfolgreicher Solopreneur zu werden, gibt es einiges zu beachten. Hier sind die wichtigsten Punkte:

  • Bau ein skalierbares Geschäftsmodell

    Wie wir in diesem Artikel gelernt haben, ist ein skalierbares Geschäftsmodell ist die Grundlage für ein erfolgreiches Solopreneur-Business. 

    Skalierbar bedeutet, dass dein Businessmodell nicht von deiner Arbeitszeit abhängig ist und dass der Umsatz auch ohne größere Investitionen gesteigert werden kann. 

  • Setze auf digitale Produkte 

    Digitale Produkte haben Margen über 90% und können unendlich oft verkauft werden. Mit jedem Verkauf sinken die relativen Kosten.

    Dank digitaler Tools, wie Gumroad, war es noch nie so einfach wie heute, digitale Produkte zu verkaufen. 

  • Diversifiziere deine Einkommensstreams

    Als Solopreneur solltest du nicht von einer Einkommensquelle abhängig sein.

    Versuche vielmehr mehrere Einkommensstreams aufzubauen. So senkst du das Risiko und baust ein sicheres Fundament für dein Unternehmen. 

  • Geh viele kleine Wetten ein

    Um diverse Einkommensstreams aufzubauen, musst du immer wieder neue Ideen testen. 

    Ein erfolgreicher Solopreneur produziert keinen Videokurs ohne vorab zu testen, ob es dafür eine Audience gibt.
     
    Gewöhn dich auch dran, dass viele deiner Tests nicht erfolgreich sein werden. Da ist ganz normal. 

  • Automatisiere Prozesse und wiederkehrende Aufgaben

    Beobachte welche Tasks immer wieder anfallen. Versuche diese wiederkehrenden Aufgaben mit Tools, wie Zapier oder IFTTT, zu automatisieren. 

Tools für Solopreneure

Solopreneure nutzen digitale Tools, um Prozesse effizienter zu machen und im Idealfall komplett zu automatisieren. 

Hier sind ein paar Tools, die du als Solopreneur kennen solltest: 

Notion

Als Online Marketer musst du gut organisiert sein. Notion ist hierfür das ideale Tool. Die Möglichkeiten, die Notion bietet sind endlos. Notion eignet sich als Tool für deine Notizen, aber auch für To-Dos. Du kannst damit Roadmaps erstellen, deine Finanzen verwalten oder Content-Pläne organisieren.

Dank der aktiven Notion-Community gibt es unzählige hilfreiche Templates, die dir den Start erleichtern.

Notion

Mailchimp

Du bist auf der Suche nach einem Tool zum Versenden deiner Newsletter? Dann kann ich dir zum Start Mailchimpsehr empfehlen. Mailchimp ist eines der am meist verwendeten Tools im E-Mail-Marketing. Mittlerweile kannst du mit Mailchimp aber auch Landing Pages erstellen und Facebook Ads schalten.

Mailchimp

Canva

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Grafik-Tools am Markt, Canva ist für mich das derzeit das Beste. Canva hat die richtigen Bildgrößen für die unterschiedlichen Social Media-Channels immer parat und liefert dir schöne Vorlagen gleich dazu. In der Bezahlversion kannst du deine Brand Colors und Fonts hinterlegen und fertige Grafiken sehr einfach in ein anderes Format bringen.

Ich erstelle mittlerweile alle Grafiken, die ich für Social Media brauche, mit Canva.

Canva

Buffer

Buffer ist mein Lieblingstool unter den vielen Social Media Management Tools. Damit kannst du Postings auf Facebook, Twitter, LinkedIn und mit Abstrichen auch Instagram einplanen und timen und so deine Social Media Channels von einer zentralen Stelle aus bespielen. Gratis Grundversion mit einem Account pro Social Media Plattform.

Buffer

Zapier

Zapier ist eines meiner Lieblingstools. Du kannst damit über 5.000 Apps und Tools ganz einfach miteinander verknüpfen und so Aufgaben automatisieren.

Du hebst damit deine Produktivität auf ein neues Level.

Zapier

Carrd

Mit Carrd kannst du sehr schnell und ohne Programmierkenntnisse simple, responsive One-Pager erstellen.

Perfekt für deine persönliche Website oder für Landing Pages. So kannst du auch einfach neue Business Ideen testen und herausfinden, ob es dafür Interesse gibt.

Carrd

Calendly

Musst du viele Termine mit deinen Kunden koordinieren? Dann kann ich dir Calendly sehr empfehlen. Dieses Tool dient als Hub für all deine Termine. Du trägst deine verfügbaren Zeit auf Calendly ein. Über einen Link oder über ein Plugin können Kunden dann einen Termin buchen.

Calendly

Gumroad

Wenn du digitale Produkte, wie Videokurse, E-Books oder Templates, verkaufen möchtest, ist Gumroad die beste Wahl.

Gumroad übernimmt das Handling der Zahlung und die Lieferung deines Produktes. Du kannst damit also sehr schnell ein Online-Business starten oder mit einem Pre-Sale deine Business-Idee validieren.

Auch Abo-Modelle kannst du über Gumroad abwickeln.

Gumroad

Webflow

Mit Webflow kannst du ohne Programmierkenntnisse eine Website ganz nach deinen Wünschen erstellen.

Anfangs benötigst du etwas Zeit, um dich zurechtzufinden. Hier helfen dir die umfangreiche webflow University mit tollen Tutorial-Videos und vorgefertigte Templates weiter. Sobald du das Tool beherrscht, sind die Möglichkeiten grenzenlos. Webflow-Websites laden extrem schnell und sind daher super für SEO.

Webflow
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